Bardo

12. September 2013

Corinna Rosteck | Bardo

„Bardo“

„Fotografieren heißt für mich Abstand nehmen von
Zeit und Raum, von vorgefertigten Bildern. Ich vertraue
dem spontanen Eindruck, der meinen Motiven
im Moment des Fotografierens zu Grunde liegt.“ So
sieht die Berliner Photokünstlerin Corinna Rosteck
ihre Arbeitsweise.
„Bardo“ – ein tibetisches Wort für „Zwischenzustand“
oder „Zustand des Träumens“ kennzeichnet
dabei sehr treffend ihre Themen Tanz und Liquides.
Beim Tanz geht es um Bewegung, den Übergang,
das dynamische, stets gefährdete Gleichgewicht,
visuell verstärkt durch Mehrfachbelichtungen, Bewegungsspuren.
Sie hat mit der 2009 verstorbenen
Tänzerin und Choreographin Pina Bausch gearbeitet,
2012 die neue Orfeo-Inszenierung des Staatstheaters
Kassel interpretiert und arbeitet aktuell mit der
bekannten Butoh-Tänzerin Aya Irizuki.
Das Liquide, oftmals unvorhersehbar Bewegte ist
auch in den anderen Werkgruppen das zentrale Sujet
der Künstlerin. Sei es das Fließen von Wasser, das
Treiben von Wolken, das Wandern von Sanddünen
– die überwirklich leuchtende Farbigkeit der Studien
hat die Transparenz und lichtspiegelnde Eigenschaft
des liquiden Elements zum Thema.
Als Resümee sagt sie:„Meine Bilder sind nicht kalkuliert,
es bleibt die Sehnsucht nach dem Bild.“

Corinna Rosteck | Bardo